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DIe Therapie

Die Therapie von posttraumatischen Belastungsstörungen benötigt auf Grund der neurobiologisch veränderten Speicherung von traumatischen Erfahrungen traumaspezifische Methoden. Die Behandlung der traumatischen Symptome erfolgt nach dem 4-Phasen-Modell der Traumatherapie.

1. Phase: Traumaspezifische Anamnese, Diagnostik und Beziehungsaufbau
2. Phase: Stabilisierung und Ressourcenaktivierung
3. Phase:Traumabearbeitung mit traumaspezifischen Methoden:
EMDR, Screen-Technik und Brainspotting.
4. Phase: Integration und Neuorientierung
Info über EMDR: www.emdria.de


Was sind traumatische Erfahrungen?


Traumatische Erfahrungen sind pl ötzliche oder lang anhaltende bedrohliche Ereignisse, die durch ihre Intensität so stressbeladen sind, dass sie die bisherigen Bewältigungsstrategien überfordern und mit Gefühlen von Hilflosigkeit, intensiver Angst und Kontrollverlust einhergehen. Traumatische Erfahrungen können jeden Menschen treffen. Zu den traumatischen Erfahrungen zählen schwere Unfälle, schwere lebensbedrohliche körperliche Erkrankungen, plötzliche Verluste oder Tod von wichtigen Beziehungspersonen oder sozialer Sicherheit, Überfälle und Naturkatastrophen und sexuelle, körperliche und emotionale Gewalt in der Kindheit und im Erwachsenenalter.Die neuen neurologischen Forschungsergebnisse machen deutlich, dass traumatische Erfahrungen anders vom Gehirn verarbeitet werden als normale Alltagserlebnisse. Diese Erfahrungen werden bruchstückhaft, fragmentiert und oft als Körper-, Bilder- und Geruchserinnerungen gespeichert. Sie hinterlassen Spuren in Form von zahlreichen körperlichen und psychischen Symptomen.

Traumafolgesymptome
Zu den psychischen Symptomen nach traumatischen Erfahrungen gehören:

  • Intrusionen: sich aufdrängende Bilder oder Gedanken an das traumatische Ereignis, unangenehme Gefühle oder quälende Alpträume
  • Hyperarousal: Unruhe, Schlaflosigkeit, Ängste, körperliche Angespanntheit, Reizbarkeit
  • Vermeidung: emotionales Betäubtsein, Teilnahmslosigkeit, Rückzug, Dicht-machen, Fremdheitsgefühle, Schuldgefühle und Selbstvorwürfe, geringe Selbstachtung.
    und als Langzeitfolgen können als komorbide Störungen: Depressionen, Essstörungen, Drogen- und Alkoholprobleme, somatoforme Störungen, Ängste und dissoziative Symptome auftreten